Wiens Innere Gärten: Die Vision hinter dem EST®Hotel Palais Chotek

Wiens Innere Gärten: Die Vision hinter dem EST®Hotel Palais Chotek

Mit dem EST®Hotel Palais Chotek ist in Wien ein außergewöhnliches Hotel entstanden, das Geschichte, Design und Gastfreundschaft auf einzigartige Weise miteinander verbindet. Das denkmalgeschützte Stadtpalais im Herzen des Alsergrunds blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück und wurde mit viel Sorgfalt in ein Refugium für moderne Reisende verwandelt. Im Gespräch mit Thomas Duxler erfahren wir mehr über die Vision hinter dem Projekt, die Herausforderungen der behutsamen Restaurierung und das Konzept der „Inneren Gärten Wiens“, das dem Haus seine besondere Identität verleiht.

 

1. Erzählen Sie uns ein bisschen über sich und die Geschichte hinter dem EST®Hotel Palais Chotek. Wie entstand das Projekt und was war die Vision, dieses historische Palais in ein Hotel zu verwandeln? 

 

Das EST®Hotel Palais Chotek entstand aus dem Wunsch, einem bedeutenden Wiener Stadtpalais neues Leben einzuhauchen und gleichzeitig seine Geschichte für die Zukunft zu bewahren. Das Haus blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: als Residenz der Familie Chotek, als gesellschaftlicher Treffpunkt und später als Wirkungsstätte des kaiserlichen Hoflieferanten Friedrich Otto Schmidt. 

Die Vision war nie, ein weiteres Hotel in Wien zu schaffen. Vielmehr sollte ein Ort entstehen, der die Geschichte des Hauses respektiert und gleichzeitig den Bedürfnissen moderner Reisender gerecht wird. Das Ergebnis ist ein Hotel, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet und seinen Gästen eine andere Perspektive auf Wien eröffnet: bewusster, ruhiger und persönlicher. 

 

2. Die Restaurierung eines denkmalgeschützten historischen Gebäudes für die moderne Hotellerie bringt besondere Herausforderungen mit sich. Was waren die größten Einschränkungen mit denen Sie konfrontiert wurden und wo wurde das Erbe eher zum Vorteil als zur Einschränkung? 

 

Die größte Herausforderung bestand darin, die historische Substanz des Palais zu bewahren und gleichzeitig ein zeitgemäßes Hotelerlebnis zu schaffen. Viele originale Elemente wurden katalogisiert, restauriert und behutsam in das neue Konzept integriert. Dieser Prozess war deutlich aufwendiger als ein Neubau, entsprach jedoch von Anfang an der Philosophie des Projekts. 

Gleichzeitig war die Geschichte des Hauses einer der größten Vorteile. Authentizität lässt sich nicht inszenieren. Sie entsteht nur durch eine echte Vergangenheit. Die Architektur, die großzügigen Proportionen, die historischen Salons und die Atmosphäre des Hauses verleihen dem EST®Hotel Palais Chotek einen unverwechselbaren Charakter. Etwas, das heute leider selten geworden ist. 

 

3. Das Konzept „Wiens Innere Gärten" wirkt sehr spezifisch für dieses Gebäude und diese Stadt. Wie haben Sie diese Identität entwickelt und wie bringen Sie sie über die Architektur hinaus im täglichen Gästeerlebnis zum Leben? 

 

Die Idee entstand aus einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Haus, seiner Geschichte, dem Alsergrund und dem Wesen der Stadt Wien. Im Rahmen einer umfassenden Recherche wurde deutlich, dass Wien eine Stadt voller kultureller Eindrücke, Inspiration und Dynamik ist. Gleichzeitig wächst bei vielen Menschen das Bedürfnis nach Rückzug, Entschleunigung und bewusst erlebbaren Momenten. 

Aus dieser Beobachtung entstand die Idee von „Wiens Inneren Gärten“. Das EST®Hotel Palais Chotek versteht sich als ein Ort, an den Gäste nach einem Tag in der pulsierenden Stadt zurückkehren können, um zur Ruhe zu kommen und die vielen Eindrücke zu sortieren.  

Dieser Gedanke prägt das gesamte Haus. Er zeigt sich in den begrünten Innenhöfen, in den Materialien und Farben der Zimmer, in der Kunst sowie im kulinarischen Angebot. Auch die Gastfreundschaft ist in ihrer aufmerksamen, aber unaufgeregten persönlichen Art daran angepasst. Die „Inneren Gärten“ sind daher weniger ein Ort als vielmehr ein Gefühl, das sich durch das gesamte Gästeerlebnis zieht. 

 

4. Die stillen Innenhöfe wirken wie eines der markantesten Merkmale des Hauses, etwas Seltenes in einer dicht bebauten Stadt wie Wien. Wie zentral waren sie für das ursprüngliche Konzept und wie reagieren die Gäste darauf? 

 

Die Innenhöfe waren von Beginn an ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Sie verwirklichen die Idee der „Inneren Gärten“ auf ganz unmittelbare Weise. Während die Stadt vor den Toren des Palais voller Energie und Bewegung ist, bieten die Höfe einen geschützten Raum für Ruhe, Begegnung und Besinnung. 

Viele Gäste sind überrascht, wie viel Gelassenheit sie hier mitten in Wien finden. Die Gärten werden zum Ort für den ersten Kaffee am Morgen, ein Gespräch am Nachmittag oder einfach einen Moment der Stille. Sie schaffen eine Atmosphäre, die man eher in einem Resort als in einem Stadthotel erwarten würde und genau das macht sie so besonders. 

 

5. Das Hotel vereint historische Architektur und zeitgenössisches Design. Wie haben Sie diese Balance gefunden und wie haben Sie sichergestellt, dass die modernen Elemente die Geschichte des Gebäudes respektieren, anstatt in Konflikt mit ihr zu stehen? 

 

Die Gestaltung basiert auf dem Gedanken der „lebendigen Geschichte“. Das Palais sollte nicht wie ein Museum wirken, sondern wie ein Haus, das seine Vergangenheit kennt und gleichzeitig im Heute angekommen ist. 

Historische Elemente wurden bewusst erhalten und hervorgehoben, während moderne Materialien und zeitgenössisches Design Frische und Leichtigkeit einbringen. Inspirierend waren dabei auch die Wiener Moderne, die Wiener Werkstätten und die große Tradition des Wiener Handwerks. Das Ziel war ein harmonischer Dialog zwischen Alt und Neu – nicht der Kontrast um seiner selbst willen. 

Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die sowohl authentisch als auch zeitgemäß wirkt und die Geschichte des Hauses auf natürliche Weise weitererzählt. 

 

6. Mit Blick in die Zukunft, wie sieht Erfolg für das EST®Hotel Palais Chotek in fünf Jahren aus und was bedeutet der Aufstieg charakterstarker, unabhängiger Hotels für die Zukunft der Hotellerie in europäischen Städten wie Wien? 

 

Erfolg bedeutet für das EST®Hotel Palais Chotek, langfristig als eines jener Häuser wahrgenommen zu werden, die untrennbar mit ihrem Standort verbunden sind. Nicht als austauschbares Hotel, sondern als ein Ort mit eigener Identität, eigener Geschichte und einer klaren Haltung. 

Gerade unabhängige Hotels spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Reisende suchen heute weniger nach Standardisierung und mehr nach Authentizität, Persönlichkeit und echten Erlebnissen. Sie möchten verstehen, wo sie sind und eine Verbindung zu einem Ort aufbauen. 

Das EST®Hotel Palais Chotek möchte genau diese Verbindung schaffen. Das Haus versteht sich als lebendiger Teil Wiens – als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration. Wenn Gäste in einigen Jahren nicht nur an ein schönes Hotel denken, sondern an das Gefühl, in den „Inneren Gärten Wiens“ angekommen zu sein, dann wäre das der größte Erfolg. 

 

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