Ein Gespräch mit unserem Event Manager: Moritz Schleich

Was können wir von der IHM26 erwarten? Gibt es in diesem Jahr etwas Neues?
Die IHM26 wird klarer strukturiert, fokussierter und thematisch noch präziser kuratiert sein. Wir teilen die Messe stärker in klar definierte Bereiche auf – darunter eine Tech Zone, eine Green Zone, eine Art Gallery sowie eine dedizierte Furniture Area. Zusätzlich wird der Social Business Space inhaltlich und visuell deutlich weiterentwickelt und rückt das Thema Design – auch auf der Bühne – noch stärker in den Mittelpunkt.
Ziel ist es, Besuchern eine klarere Orientierung, inhaltliche Tiefe und kuratierte Erlebnisse zu bieten, statt einer reinen Produktpräsentation. Jede Zone erhält ihren eigenen Charakter, ihre eigene Dramaturgie und eine klare thematische Handschrift.
Sie haben davon gesprochen, die Fläche um rund 1.000 Quadratmeter zu erweitern. Was ermöglicht dieser zusätzliche Raum im Jahr 2026, und was wird sich auf der Ausstellungsfläche verändern?
Die zusätzlichen 1.000 Quadratmeter geben uns die Möglichkeit, die Qualität sichtbar zu steigern. Wir können größere, hochwertigere Stände zulassen und vermehrt Inselkonzepte realisieren, bei denen mehrere Aussteller gemeinsam kuratierte Erlebnisflächen gestalten.
Darüber hinaus schaffen wir mehr Sitzmöglichkeiten an den Stages, um den Content komfortabel verfolgen zu können – das unterstreicht unseren Anspruch, nicht nur Messe, sondern auch Wissensplattform zu sein. Gleichzeitig gewinnen wir Raum für zusätzliche Aussteller, die wir gezielt für Hoteliers und Designer auswählen.
Wie sieht die Side-Event-Strategie für 2026 aus: Wo finden sie statt, wann und für wen sind sie gedacht?
Unsere Side Events finden überwiegend in anderen Städten statt und werden bewusst an bestehende Branchenevents und Messen angedockt. So erreichen wir Zielgruppen genau dort, wo sie ohnehin präsent sind, und schaffen Synergien statt Wettbewerb. Kooperationen mit anderen Veranstaltern sind dabei ein zentraler Bestandteil unserer Strategie – wir arbeiten lieber miteinander als gegeneinander.
Ein weiterer Fokus liegt auf Regionen, in denen die Marke IHM bislang weniger bekannt ist. Für Österreich planen wir beispielsweise eine eigene Roadshow, um unabhängige Hoteliers gezielt anzusprechen und für die IHM zu begeistern.
Was sind Ihre zentralen Ziele für 2026 in Bezug auf Aussteller, Besucher und Content-Sessions?
Qualität steht klar vor Quantität. Wir möchten noch mehr hochwertige Aussteller mit architektonisch anspruchsvollen, designorientierten Ständen gewinnen. Auf Besucherseite liegt der Fokus auf unabhängigen Hoteliers aus Österreich, der Schweiz und Südtirol.
Im Content-Bereich setzen wir auf C-Level-Niveau: strategisch relevante Themen, kuratiert auf höchstem fachlichem Level. Unser Ansatz lautet: Weniger Sessions, aber auf höchster Qualitätsebene.
Auf welche Kategorien legen Sie im kommenden Jahr den größten Fokus beim Wachstum: designorientierte FF&E, Wellness/Fitness, Technologie oder etwas anderes?
Der stärkste Wachstumsfokus liegt klar auf designorientiertem FF&E. Darüber hinaus wollen wir den Bereich Wellness deutlich ausbauen – ergänzt um das Thema Fitness, das wir im Kontext von Longevity denken. Gesundheit, Regeneration und ganzheitliches Wohlbefinden werden für unabhängige Hotels immer relevanter.
Im Technologiebereich sind wir bereits gut positioniert, hier geht es vor allem um Schärfung und inhaltliche Vertiefung.
Sie haben die Schaffung eines eigenen Tech-Bereichs angekündigt. Was wird 2026 im Technologiebereich anders sein, und wie wird dieser kuratiert?
Der Tech-Bereich wird stärker rund um die Digital Stage gruppiert und als kompakte, klar erkennbare Einheit inszeniert. Ziel ist es, neueste Technologien, Produkte und digitale Trends gebündelt und effizient erlebbar zu machen.
Die Kuratierung erfolgt themengetrieben: Wir wählen gezielt Anbieter aus, die aktuelle Herausforderungen unabhängiger Hoteliers adressieren – von operativer Effizienz über Guest Experience bis hin zu datengetriebenen Geschäftsmodellen. Perspektivisch sollen klar definierte Themenfelder die IHM noch stärker prägen und strukturieren.
Was wird die dritte Ausgabe in München zur bislang besten machen?
Wir erwarten deutlich mehr Hoteliers aus dem Alpenraum. Das Segment „Independent“ wird weiter ausgebaut – insbesondere im alpinen Markt. Dadurch entsteht eine noch präzisere Zielgruppenansprache für Aussteller, was wiederum zu qualitativ hochwertigeren Leads führt.
Mehr passende Besucher bedeuten zufriedenere Aussteller – und genau das ist unser Anspruch.
Können Sie uns einen Einblick geben, woran Sie gemeinsam mit unseren Ambassadors zum Start der München-Kampagne gearbeitet haben?
Im Zentrum stand die Weiterentwicklung der Markenstrategie. Gemeinsam mit unseren Ambassadors haben wir definiert, wie wir die Zielgruppe – insbesondere im alpinen Raum – noch präziser ansprechen. Positionierung, Tonalität, Relevanz und Reichweite wurden strategisch geschärft.
Weitere Details werden wir im Verlauf der Kampagne Schritt für Schritt kommunizieren.
Können Sie uns bereits einen kleinen Ausblick auf das Seminarprogramm geben? Wie gehen Sie bei der Auswahl der Speaker vor, um sicherzustellen, dass die Inhalte praxisnah und relevant für unabhängige Hoteliers bleiben – und nicht nur inspirierend?
Konkrete Inhalte können wir aktuell noch nicht vorwegnehmen. Was wir jedoch sagen können: Wir definieren zunächst die strategisch wichtigsten Themenfelder und besetzen diese anschließend mit den bestqualifizierten Speakern aus Praxis und Führungsebene.
Unser Anspruch ist es, Relevanz, Reichweite und Substanz zu verbinden. Inspiration allein genügt nicht – entscheidend ist die Umsetzbarkeit für unabhängige Hoteliers. Weitere Details zum Programm werden wir in den kommenden Monaten sukzessive veröffentlichen.